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Archiv Medienspiegel

22. April 2008

Öko-Institut

Car-Sharing: umweltfreundlich mobil zum fairen Preis.
Aktuelle EcoTop-Ten-Information zu Vorteilen und Anbietern


Eigentlich wird das Auto gar nicht so häufig genutzt. Die Rechnungen für Versicherung, Steuern oder Reparaturen flattern trotzdem regelmäßig ins Haus. Manch einem wird das bekannt vorkommen. Wer sich darüber nicht länger ärgern möchte, aber auch nicht ganz auf ein Auto verzichten kann, dem bietet sich eine attraktive Alternative. Car-Sharing hat komfortable Vorteile, ist preislich akzeptabel und deutlich umweltfreundlicher, als die herkömmliche Autonutzung. Auch für alle Bahn-, Bus- und Fahrradfahrer, die kein eigenes Auto besitzen, kann Car-Sharing ein Plus an Flexibilität bedeuten. In Kooperation mit dem Bundesverband CarSharing hat EcoTopTen deshalb jetzt seine Informationen rund um das Thema aktualisiert.

"Wenn Sie nicht mehr als 10.000 Kilometer im Jahr Autofahren, ist Car-Sharing in der Regel günstiger als die Kosten eines eigenen Autos, sofern Sie dieses nicht täglich benötigen", sagt Dr. Dietlinde Quack, Projektleiterin von EcoTopTen. Auch bei 10.000 bis 12.000 Kilometer Jahresfahrleistung kann Car-Sharing günstiger sein, dies ist unter anderem abhängig von den örtlichen Car-Sharing-Tarifen und den persönlichen Nutzungsmustern. Selbst eine Urlaubsfahrt kann sich unter Umständen mit Car-Sharing lohnen. Wer Car-Sharing nutzt, braucht sich außerdem weder um die Pflege noch um Reparaturen oder Versicherung der Autos zu kümmern. An Standorten mit mehreren Autos ist es zudem in der Regel möglich, zwischen unterschiedlichen Größenklassen zu wählen. Je nach Bedarf kann so zum Beispiel für den Einkauf im Möbelhaus einfach ein größeres Fahrzeug gebucht werden.

Die Vorteile aus Umweltsicht: Im Durchschnitt sind Car-Sharing-Fahrzeuge jünger als die private Auto-Flotte und damit mit modernerer Technik ausgestattet, Effizientere Antriebstechnik oder bessere Schadstoffminderung entlasten die Umwelt. Und weil beim Car-Sharing die Kosten für Einzel-Fahrten aufgezeigt werden, können Verbraucher besser vergleichen, ob sich bei einigen Fahrten der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel lohnt.

"Die Vorteile von Car-Sharing werden nach unseren Erfahrungen immer mehr geschätzt", bewertet Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbandes CarSharing, die Ergebnisse einer aktuellen Erhebung. Danach verzeichnete der Verband Anfang 2008 ein Plus von 21.000 Nutzern gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt ist die Zahl auf 116.000 gestiegen. Car-Sharing wird in Deutschland zurzeit von rund 100 Anbietern in rund 270 deutschen Orten angeboten darunter alle Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern und die meisten Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Aber auch in kleineren Städten und Gemeinden gibt es Car-Sharing-Angebote. Bundesweit stehen rund 3200 Autos an 1.600 Stationen zur Verfügung.

Zur bundesweiten Übersicht über Car-Sharing-Anbieter gelangen Sie im Internet unter www.ecotopten.de/prod_mobil_carshare_prod.php. Dort finden Sie auch Beispiele für moderne Car-Sharing-Anbieter, bei denen Qualität und Kundenorientierung stimmen.

Wie funktioniert Car-Sharing?
Was kostet Car-Sharing konkret und im Vergleich zum eigenen Auto?
Und ab wann rechnet sich die Teilnahme am Car-Sharing?

Antworten auf diese und weitere interessante Fragen finden Sie hier www.ecotopten.de/prod_mobil_carshare_faq.php.


EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis- Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern.


Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

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